Was bedeuten Schuppen im Fell beim Hund?

Älterer Hund liegt auf Boden

Kleine weiße Schuppen im Fell bei deinem Hund sind meist harmlos, deuten aber auf etwas hin.

18.07.2022

Schuppen beim Hund – was kann das bedeuten?

Du entdeckst bei deinem Hund immer mal wieder kleine weiße oder gelbliche Krümelchen im Fell? Dabei handelt es sich bestimmt um Hautschuppen. Auch, wenn Schuppen an sich harmlos sind, können sie darauf hindeuten, dass etwas nicht stimmt.

Genau wie bei uns Menschen sind Schuppen ein häufiges Anzeichen für trockene Haut. Das →juckt deinen Vierbeiner natürlich und durch das Kratzen fallen weiße, abgestorbene Hautschuppen ab. Anders als bei uns Zweibeinern kannst du deinen Hund aber nicht einfach mit Anti-Schuppen-Shampoo waschen und alles ist wieder im Lot. Erfahre, welche Ursachen Schuppen bei Hunden haben und wie du deiner Fellnase helfen kannst.

Häufige Ursachen für Schuppen beim Hund

Manchmal sind die Gründe für Schuppen harmlos wie zu trockene Heizungsluft. Genauso kann aber auch mehr dahinter stecken wie etwa eine Hauterkrankung oder ein Nährstoffmangel.

Die häufigsten Gründe für Schuppen beim Hund sind:

  • Parasitenbefall wie →Flöhe, Milben oder Läuse

  • Infektionen durch Bakterien, Pilzen oder Viren

  • →Allergien z. B. gegen Gräser oder Futtermittel

  • ein Nährstoffmangel durch eine Fehlernährung

  • hormonelle Veränderungen

  • Stoffwechselveränderungen z. B. durch eine Lebererkrankung

  • →Stress durch die Umgebung

Du merkst also, die Ursachen für Schuppenbildung sind vielfältig und meist handelt es sich dabei um eine Begleiterscheinung.

Labrador wird gebürstet in Garten

Das Fell ist eine Art Sprachrohr der Gesundheit bei Hunden. Vor allem zum Fellwechsel können vermehrt Schuppen auftreten.

Symptome und Diagnose

Schuppen lassen sich in der Regel recht einfach beim Hund erkennen. Meist liegen sie einfach auf dem Fell oder rieseln beim Streicheln oder Bürsten heraus. Häufiges Kratzen ist ein weiteres Anzeichen für schuppige Haut. Du kannst auch deinen Hund einmal mit einer Bürste gegen die Wuchsrichtung des Fells bürsten, um zu schauen, wie viele Schuppen er tatsächlich hat und ob diese eher trocken und weiß oder gelb und fettig sind.

Fakt ist allerdings, dass nur ein Tierarzt bzw. eine Tierärztin dir genau sagen kann, wieso dein Vierbeiner Schuppen hat und wie "schwerwiegend" der Befall einzuordnen ist. Dazu wird er in der Praxis einmal genauer untersucht. Anhand einer dermatologischen Untersuchung können die Ärzt*innen schnell feststellen, ob dein Hund vielleicht an einem Parasitenbefall oder Pilz leidet. Haare, Haut, ggf. besonders schuppige Stellen und der Juckreiz werden dann einmal genauer unter die Lupe genommen und analysiert.

Sicherlich wirst du außerdem zu den Haltungsbedingungen deines Vierbeiners befragt. Das heißt, welches Futter du gibst, wie viel Stress dein Hund hat, ob andere Haustiere oder Kinder im Haus leben und Allergien bekannt sind. Führen Untersuchung und Gespräch zu keiner eindeutigen Ursache für die Schuppen, kann eine Biopsie der Haut weiterhelfen, um im Labor die Zellen und Drüsen der tiefen Hautschichten zu analysieren.

Wann sollte ich zum Tierarzt wegen der Schuppen?

Hat dein Hund Schuppen, musst du nicht immer direkt zum Tierarzt fahren. Beobachte deinen Vierbeiner einfach mal ein paar Tage. Verhält er sich ansonsten normal oder zeigt er noch andere Auffälligkeiten wie häufiges Kratzen, Haarausfall oder hat kahle Stellen? Wie sehen die Schuppen aus? Sind sie trocken und weiß und lassen sich durch leichtes Bürsten gut entfernen? Oder sind sie eher gelblich und fettig bzw. ölig und gehen nur schwer aus dem Fell raus?

Bist du dir unsicher, werden die Schuppen nicht weniger, sind gelblich-ölig oder dein Hund zeigt noch andere Auffälligkeiten, solltest du tierärztlichen Rat aufsuchen!

Tierärzte führen eine Flohkontrolle durch

Anhand einer dermatologischen Untersuchung können Tierärzte herausfinden, wieso dein Hund Schuppen hat und wie man ihm helfen kann.

Therapie gegen Schuppenbildung beim Hund

Schuppen sind für deinen Hund ziemlich nervig und häufig mit Juckreiz verbunden. Je nach Ursache für den Befall kann eine entsprechende Therapie Linderung bringen. Bei einer einfachen Schuppenbildung beispielsweise durch den Fellwechsel oder trockene Haut, kann ein regelmäßiges, leichtes Bürsten helfen. Außerdem solltest einmal die Pflegeprodukte für deinen Vierbeiner genau unter die Lupe nehmen. Naturprodukte wie die unserer Pets Deli CARE-Reihe unterstützen die Hautgesundheit deines Vierbeiners. Unser →Deep Clean Shampoo mit Wegerich, Sanddorn und Frauenmantel beispielsweise wirkt antibakteriell, geruchshemmend und unterstützt bei Pilzen, Bakterien oder Flechten. Ideal für sensible Fellnasen!

I CARE for you - sauber und gepflegt mit unseren Pflegeprodukten für Hunde

Hat dein Hund eine Pilzerkrankung oder einen Parasitenbefall, wird deinem Hund sicherlich ein →passendes Mittel dagegen verschrieben. Nicht empfehlenswert ist es allerdings, deinen Hund auf eigene Faust mit dem Rest der Salbe vom letzten Flohbefall zu behandeln! Außerdem sollten auch andere im Haushalt lebende Tiere wie Katzen beispielsweise mitbehandelt werden, da Flöhe oder Milben unter Vierbeinern ansteckend sind. Bedenke hier, dass die Parasitenmittel für Hunde in keinem Fall für Katzen angewendet werden dürfen.

Ist die Schuppenbildung auf eine Fehlernährung oder Nährstoffmangel zurückzuführen, kann eine →Futterumstellung helfen. Lasse dich diesbezüglich von deinem Tierarzt bzw. deiner Tierärztin des Vertrauens beraten. Du bist immer noch unsicher? Unsere Expert*innen →beraten dich gern kostenlos zur Ernährung deiner Fellnase. Auch bei möglichen Allergien oder Unverträglichkeiten kann ein spezielles Futter wie unser hypoallergenes Futter von Vorteil sein.

Schuppen beim Hund vorbeugen

Um einer starken Schuppenbildung bei deinem Hund vorzubeugen, ist das →richtige Futter sehr wichtig. So legt eine →artgerechte Ernährung den Grundstein für ein gesundes und langes Hundeleben. Eine regelmäßige Fellpflege ist außerdem erwähnenswert. Das heißt allerdings nicht, dass du deinen Hund viel duschen solltest! Ganz im Gegenteil: Um die Haut deines Hundes nicht zu sehr zu strapazieren und den natürlichen Fettfilm, welcher als Schutzschicht dient, nicht zu zerstören, gilt beim Thema Waschen und Shampoonieren: So oft wie nötig, so selten wie möglich! Greife stattdessen lieber öfter zu einer für die Fellstruktur deines Hundes passenden Bürste und kämme das Fell deines Vierbeiners mehrmals wöchentlich!

Undine Tackmann
Undine Tackmann