So kommt dein Hund aktiv durch den Lockdown

Deine Fellnase liebt es, möglichst viel Zeit mit dir zu verbringen. Für sie ist der aktuelle Lockdown in Deutschland also nur eine weitere Gelegenheit, dir 24 Stunden am Tag zeigen zu können, wie sehr sie deine Anwesenheit schätzt.

Doch gerade für Vierbeiner, die viel Beschäftigung brauchen und nach stundenlanger Bewegung immer noch den "Und wie gehts jetzt weiter?!"-Blick aufsetzen, müssen dringend neue Ideen für einen aktiven, spannenden Alltag her. Wir erklären dir, wie du mit deiner Fellnase aktiv durch den Lockdown kommst.

1. Workout mit Wuff

Bubble-Hund-Yoga

Auf die Matte, fertig, los! Du hast schon so ziemlich alle YouTube-Kanäle in Sachen Sport im eigenen Wohnzimmer durch und bist bereits ein echter Profi? Dann schnapp dir deine Fellnase und beziehe sie in deine Übungen ein. Dabei hältst du dich selbst fit und kannst deinen Vierbeiner geistig und körperlich beschäftigen. Folgende Übungen bieten sich für den Einstieg an:

1. Gehe in die Kniebeuge und lass deinen Hund 'Männchen' machen. Ihr haltet gemeinsam diese Stellung und du kannst die Pfoten deines Hunds stützen, falls er sich noch nicht so gut alleine halten kann. So trainiert ihr beide euer Gleichgewicht.

2. Begib dich in die Position für Liegestütze. Dein Hund sollte vor der Matte mit dem Gesicht zu dir sitzen. Nimm nun abwechselnd eine Hand nach oben und gib deinem Vierbeiner das Kommando 'gib Pfote'. Je nachdem, wie lange du durchhältst und dein Hund Lust dazu hat, kannst du diese Übung beliebig oft wiederholen.

3. Um Sit-ups korrekt ausführen zu können, ist es wichtig, dass die Beine am Boden bleiben. Wer kann dich da besser unterstützen als deine Fellnase? Leg dich dazu auf den Rücken, winkle die Beine an und lass deinen Hund so 'Männchen' machen, dass er sich mit seinen Pfoten auf deinen Knien abstützt. Jetzt kannst du die Übung ausführen und brauchst noch mehr Körperspannung, um deinen Hund nicht versehentlich runterzuschubsen.

2. Einmal aufräumen, bitte!

Bubble-Hund-Schuh

Wenn man den ganzen Tag zusammen drinnen verbringt, kann aus der sonst so ordentlichen Wohnung schon mal eine echte Chaos-Höhle werden. Damit du nicht alles allein aufräumen musst, kannst du deinem Hund beibringen, dir zu helfen. Nutze dafür das Prinzip des Apportierens.

Für den Anfang benötigst du einen Futterbeutel oder etwas anderes, in dem du Leckerlis verstauen kannst. An diesem lässt du deinen Hund gut schnuppern - durch den himmlischen Duft wird er schnell Interesse an dem Beutel haben. Wirf diesen nun ein Stück von dir weg. Dein Hund wird ihm folgen und versuchen, an den Inhalt zu gelangen.

Nimmt dein Vierbeiner den Beutel in den Mund, locke ihn zu dir. Anfangs wird es eine Weile dauern, bis er dieses Prinzip versteht. Kombiniere deine Aufforderung immer mit dem Kommando 'Apport!'. Kommt deine Fellnase samt Beutel zurück, belohne ihn mit Futter aus dem Beutel.

Wenn alles klappt, kannst du beginnen, ihn andere Gegenstände holen zu lassen. Das kann eine Zeitung, die Leine oder sogar ein Getränk sein. Auch das Ablegen in bestimmen Kisten kannst du so trainieren. Wichtig ist, dass du deinen Hund immer direkt lobst, wenn er etwas gut gemacht hat.

3. Aus Yoga wird Doga

OOOOOMMM.

Yoga ist für viele Menschen nicht nur ein Sport, sondern auch ein Weg, um den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Dabei gibt es verschiedene Arten - bei den einen wird mehr meditiert, bei anderen liegt der Fokus auf Kraft und sportlicher Aktivität.

Naja, und bei anderen sitzt eben der Hund plötzlich mit auf der Matte. Beim sogenannten Doga - eine Zusammensetzung aus 'Yoga' und 'Dog' (also Hund) - führt man die Übungen gemeinsam mit seinem Vierbeiner aus. Ähnlich wie beim Workout spielt dein Vierbeiner erst einmal eine unterstützende Rolle, später kann er dann auch eigene Übungen ausführen.

Lass deinen Hund bei deinen Übungen zunächst bei dir sein. Manche Hunde legen sich direkt mit auf die Matte, anderen muss man das Doga etwas schmackhaft machen. Hast du einen kleinen Hund, kannst du ihn bei sitzenden Übungen auf den Schoß nehmen. Für große Hunde bietet sich Übungen im Liegen an.

Bubble-Hund-Yoga

Hat sich dein Hund an die Matte gewöhnt kennt deine Übungen vom Zuschauen oder Mitwirken daran, kann er selbst zum Yogi - Pardin, Dogi - werden. Bei einfachen Kommandos wie beispielweise 'Platz' kommt es beim Hinlegen ohnehin zur leichten Dehnung.

Mache deinem Vierbeiner vor, wie du dich langsam in die 'Platz'-Position begibst. Du kannst deine Fellnase dabei unterstützen, langsam vom Stand in die liegende Position zu kommen. Wichtig ist, dass du nicht an den Gliedmaßen deines Hundes ziehst oder ihn eine Position drängst. Hat dein Vierbeiner keine Lust, lass ihm seinen Freiraum.

Um die Doga-Übungen optimal zu erlernen, sodas es für deinen Vierbeiner gesund ist, bietet sich ein Online-Kurs zum Thema an. Auch zahlreiche Bücher beinhalten die Doga-Kunst und können dir helfen, sie seinem Vierbeiner beizubringen.

4. In der Lockdown-Bäckerei

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Dein Hund liebt es vermutlich, schmackhafte Dinge zu essen. Dabei geht nichts über ein paar selbstgemachte Kängurubrocken, findet garantiert auch deine Fellnase.

Dass dein Vierbeiner nicht den Mixer übernehmen kann, ist klar, aber mit unseren Tipps zum Apportieren kann er dir trotzdem eine echte Küchenhilfe sein. Ob Nudelholz, Rührschüssel oder Geschirrtüch: Lass dir nach einem ausgiebigem Training einfach alles auf die Küchentheke reichen.

Für unsere schmackhaften Kängurubrocken brauchst du:

👨‍🍳 200g Nassfutter Känguru

👨‍🍳 Haferflocken glutenfrei

👨‍🍳 1 Ei

Tommy von Pets Deli hat mit seiner Toshi ein Video für dich vorbereitet. Auf die Teigrolle, fertig, los!

Tommy und Toshi backen Kängurubrocken mit Flocken

Viel an die frische Luft gehen

Auch, wenn du mit unseren Tipps zu Hause eine Auswahl an Beschäftigungsmöglichkeiten hast, braucht dein Hund Bewegung an der frischen Luft. Such dir dafür ruhige, grüne Ecken, an denen sich dein Hund auspowern kann.

Sportmöglichkeiten gibt es auch für draußen: Beginne dazu mit deinem Vierbeiner, kurze Jogging-Strecken zu laufen. So steigerst du deine Ausdauer. Achte aber darauf, dass ihr auf weichem Untergrund lauft und nicht auf Asphalt, um die Gelenke zu schonen.

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