Deine Katze frisst nicht? Kein Grund zur Sorge!

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Warum frisst meine Katze nicht mehr? Wir geben dir Gründe für eine Futterverweigerung bei Katzen und Tipps gegen Appetitlosigkeit.

07.12.2021

Deine Katze frisst nicht? Kein Grund zur Sorge!

Du servierst deinem Stubentiger das beste Futter und trotzdem verschmäht sie den Napfinhalt? Egal, ob dein Vierbeiner besonders wählerisch oder Allesfresser ist, ein Desinteresse am Futter bereitet fürsorglichen Besitzer*innen oft Sorgen.

Aber kein Grund zur Panik: Bei einer gesunden Katze kannst du abwarten, ob sich in den folgenden 24 Stunden die Situation von alleine bessert und in Ruhe unsere Tipps und Gründe für die Futterverweigerung lesen.

Gründe, warum deine Katze nicht mehr frisst

Entspannt bleiben: Viele Katzen entscheiden beispielsweise bei leichten Magenverstimmungen instinktiv, für einen Tag ihr Futter zu ignorieren und auch am folgenden Tag weniger zu essen. So können sie auf natürliche Weise ihren Verdauungsapparat entlasten, bevor sie wieder auf eine geregelte Ernährung umstellen.

Da die Ursachen für eine Futterverweigerung vielseitig sein können und du in vielen Situationen das Fressen für deinen Vierbeiner wieder attraktiv gestalten kannst, ist es hilfreich, die Gründe zu kennen.

Dazu gehören:

  • Die Ernährung

  • Veränderungen und Stress

  • Ein veränderter Gesundheitszustand

Bevor du tierärztlichen Rat suchst, kannst du mit unseren Tipps oft ganz leicht die Ursache dafür herausfinden, warum deine Katze nicht frisst und Mahlzeiten ganz einfach wieder spannend gestalten.

So kannst du den Appetit deiner Katze wieder anregen

1. Das Futter richtig umstellen

Katzen sind Gewohnheitstiere und können mit Appetitlosigkeit bei der Veränderung von Futter und Fütterungszeiten reagieren. Achte deshalb immer auf eine →richtige Futterumstellung, wenn du das Futter deiner Katze wechselst.

Egal, ob du von einer Marke auf eine andere oder beispielsweise von Trocken- auf Nassfutter umstellst: Schon eine andere Konsistenz des Futters kann auf deine Samtpfote irritierend wirken. Gehe deshalb langsam vor und mische einen kleinen Teil des neuen Futters unter das alte und steigere schrittweise den Anteil.

2. Die Lagerung des Futters überprüfen

Gerade Nass- und Frischfutter müssen richtig gelagert werden, damit die Qualität erhalten bleibt. Kühlschrank und Gefrierfach eignen sich je nach Futterart am besten zum Verwahren. Liegt das Nassfutter schon 2-4 Stunden im Napf, kann es passieren, dass deine Katze das Futter danach nicht mehr anrührt. So schützen sich unsere Samtpfoten von Natur aus vor schlechtem Futter.

Aber auch Trockenfutter sollte trocken, dunkel und kühl gelagert werden. Mangelnde Frische durch falsche Aufbewahrung verändert nicht nur den Geruch und Geschmack, sondern lässt das Futter auch schneller verderben. So kann es passieren, dass deine Katze nicht mehr frisst.

3. Abwechslung in den Futternapf deiner Katze bringen

Katzen gelten generell als besonders mäkelige und wählerische Esser. Wenn dein Stubentiger heiß geliebtes Futter verschmäht, kannst du versuchen, Abwechslung in den Futternapf zu bringen. Andere Fisch- und Fleischsorten, Öle und Ergänzungsfutter können dir hier weiterhelfen und eine Mahlzeit wieder schmackhaft machen.

4. Deine Katze auf Futtermittelunverträglichkeiten testen

Auch eine Futterallergie kann Ursache für die Futterverweigerung deiner Katze sein. Oft sind sehr häufig gefütterte Fleischarten wie Huhn, Pute und Rind davon betroffen und können vom Körper deiner Samtpfote nicht mehr verwertet werden. Dabei können Symptome wie Erbrechen und Durchfall auftreten.

Eine Futtermittelunverträglichkeit kannst du feststellen, indem du deiner Samtpfote seltenere, hypoallergene Fleischsorten und →sensitives Futter anbietest.

Wenn du aufgrund des Tests eine Allergie vermutest, ist ein Besuch beim Tierarzt oder der Tierärztin zu empfehlen, um deinen Verdacht zu bestätigen.

5. Stressfaktoren und Veränderungen herausfinden

Wenn deine Katze nicht frisst, überleg, ob, sich dein Stubentiger an Veränderungen gewöhnen muss. Bist du in letzter Zeit in eine neues Zuhause umgezogen oder hast deinen Tagesablauf verändert? Ist ein neues zwei- oder vierbeiniges Familienmitglied bei dir eingezogen? Benutzt du ein neues Reinigungsmittel mit starkem Zitronengeruch?

All diese Veränderungen können bei deiner Samtpfote Stress verursachen. Gib deiner Katze in solchen Situationen Nähe, geliebte Spielsachen und einen sicheren Rückzugsort um sich richtig einzugewöhnen. Biete deinem Stubentiger vielleicht auch besonders schmackhaftes Futter an oder verfeinere bekannte Mahlzeiten.

6. Den richtigen Napf und Futterplatz wählen

Die Akzeptanz von Futter kann mit dem Napf und dessen Platz zusammenhängen. Entscheide dich am besten für einen flachen und breiten Napf, aus dem deine Katze gut essen kann.

Viele Katzen mögen es auch nicht, wenn die Katzentoilette zu nah an der Futterstelle ist oder wenn sie beim Essen gestört werden. Stelle daher den Futternapf deiner Katze möglichst an einen ruhigen Platz, in angemessener Entfernung zum Katzenklo und achte darauf, dass er beim Essen nicht verrutschen kann. Auch möchten Katzen nicht da futtern, wo sie trinken. Am besten platzierst du Wasser- und Futternapf in verschiedenen Räumen.

7. Zähne und Gebiss überprüfen

Zahnprobleme können mitunter dazu führen, dass deine Katze kein Interesse an Futter zeigt. Biete älteren Tieren mit fehlenden Zähnen und Kitten, die zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat ihren Zahnwechsel haben, weicheres und gut zu kauendes Futter an und kein Trockenfutter.

Achte auch immer auf eine gute Mundhygiene und ein gesundes Gebiss. Zahnstein und Zahnfleischentzündungen können schmerzhaft für deine Samtpfote sein. Konsultiere in solchen Fällen einen Arzt.

8. Der Gesundheitszustand deiner Katze

→Rolligkeit und starke Hitze können bei deinem Stubentiger zu vermindertem Appetit führen. Achte in den Sommermonaten deshalb auf die Fütterungszeiten und stelle Mahlzeiten bereit, wenn es noch nicht zu heiß ist. Bei Rolligkeit kannst du Mahlzeiten auch mit Ölen und Ergänzungsfutter interessanter gestalten.

Wenn deine Katze nicht frisst und auch andere Symptome zeigt, wie beispielsweise Apathie, Durchfall, Erbrechen und Gewichtsverlust, könnte eine Erkrankung vorliegen. Suche zeitnah einen Tierarzt auf, um deinen Liebling überprüfen zu lassen. Besonders Kitten und junge Katzen sollten frühzeitig einem Doktor vorgestellt werden.

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Lena Mischok