Häufige Ursachen für Appetitlosigkeit beim Hund

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Dein Hund frisst nicht mehr und du weißt nicht warum? Wir erklären dir in diesem Artikel häufige Ursachen für Appetitlosigkeit beim Hund.

08.02.2022

Hilfe, mein Hund frisst nicht mehr! Häufige Ursachen für Appetitlosigkeit

Wohl jede*r Hundebesitzer*in kennt das Problem: Man bereitet liebevoll eine leckere Mahlzeit für den vierbeinigen Liebling vor und dann wird das schmackhafte Menü verschmäht. Wenn dein Vierbeiner hin und wieder mal sein Futter nicht (auf)frisst, ist das nicht gleich ein Grund zur Sorge. Häufig hat das Ganze unbedenkliche Ursachen. In manchen Fällen kann Appetitlosigkeit oder auch Inappetenz genannt ein erstes Anzeichen für einige Erkrankungen sein. Unsere Pets Deli Tierärztin Rebecca erklärt dir häufige Ursachen für Inappetenz beim Hund und worauf du achten solltest.

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Medizinische Ursachen - ist dein Hund krank?

Auch wenn das Verweigern von Futter oft unbedenkliche Hintergründe hat, kann es doch ein erstes Anzeichen vieler für eine Erkrankung sein und sollte daher nicht immer als harmlos abgetan werden. 

Schmerzen

Wie bei uns Menschen schlagen auch deinem Hund Schmerzen schnell auf den Magen. So kann jegliche Art von Schmerz zu Inappetenz führen. Das können zum Beispiel Schmerzen im Bereich vom Maul sein wie

  •  Zahnschmerzen,

  • Verletzungen an der Zunge oder Zahnfleisch sowie

  • Schmerzen des Kiefergelenks. 

Aber auch andere Schmerzen wie zum Beispiel Bauchschmerzen, Arthrosen oder Schmerzen im Bereich des Kehlkopfes können zu einer verminderten Futteraufnahme führen.

Bei deinem Hund grummelt es öfter mal im Magen? Unser →Kräutermix Bauchwohl für Hunde versorgt deinen Liebling mit wohltuenden und beruhigenden Kräutern.

Entzündungen

Alle möglichen Entzündungen in Form von beispielsweise Bauchspeicheldrüsenentzündung (=Pankreatitis), Entzündungen der Atemwege, Arthrosen, entzündete Wunden oder Entzündungen der Haut können zu Inappetenz führen.

Erkrankungen

Auch ein kranker Hund frisst in der Regel nicht so gut. Dabei sind die möglichen Krankheitsbilder verschieden:

  1. Immunologische Erkrankungen, also Krankheiten, bei denen das Immunsystem angegriffen wird.

  2. Endokrinologische Erkrankungen: Dabei handelt es sich um krankhafte Störungen der hormonproduzierenden Organe. Dazu gehören Erkrankungen der Schilddrüse (Hypo/Hyperthyreose), der Hirnanhangdrüse, der Nebenniere (z. B. Hypoadrenokortizismus) oder der Bauchspeicheldrüse (z. B. Diabetes mellitus).

  3. Tumorerkrankungen: Leider kommt auch bei unseren geliebten Vierbeinern Krebs sehr häufig vor. Das kann wie bei uns Menschen alle möglichen Organe betreffen. Oft ist eine verminderte Futteraufnahme bzw. Appetitlosigkeit das erste und vorerst einzige Symptom von Tumorerkrankungen.

  4. Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts: Dazu zählen Magenentleerungsstörungen, Fremdkörper, Darmverschluss sowie Entzündungen des Magen-Darm-Trakts. All diese Probleme können zu Inappetenz führen.

  5. Andere Erkrankungen: Auch alle möglichen anderen Erkrankungen wie beispielsweise Niereninsuffizienz, virale Erkrankungen oder andere Organerkrankungen können Appetitlosigkeit begünstigen.

Psychische Ursachen - ist dein Hund gestresst?

Unsere vierbeinigen Begleiter können genau wie wir unter Stress leiden. Stelle dir dazu einmal folgende Fragen:

  • Haben du und deine Fellnase zurzeit einen völlig anderen Tagesablauf als sonst?

  • Bist du gerade umgezogen oder hast deine Wohnung neu gestaltet?

  • Hat dein Liebling vor kurzem eine*n zwei- oder vierbeinige*n Freund*in verloren?

  • Trefft ihr zurzeit viele neue Menschen oder Hunde?

  • Ist deine Fellnase gerade in der Pubertät oder Läufigkeit?

Nicht nur dich, auch deinen Hund kann eine oder mehrere dieser Sachen stressen. Manche Hunde sind dabei empfindlicher und schon kleine Veränderungen können den Appetit verderben. Andere sind robuster und lassen sich nicht so leicht aus der Bahn werfen. Du kennst deinen Liebling am besten und vielleicht ahnst du schon, was ihn derzeit stressen könnte.

Was kannst du dagegen tun? Versuche, wieder etwas mehr Routine in den Alltag zu bringen. Verwöhne deinen Liebling mit extra vielen Streicheleinheiten und versuche auch selbst Ruhe auszustrahlen. Unser Stress kann sich nämlich auch auf unsere Vierbeiner übertragen.

Futter - schmeckt es deinem Hund?

Neben medizinischen oder psychischen Ursachen kann Inappetenz auch ganz einfach am Futter selbst liegen. Vielleicht schmeckt deiner Fellnase das ausgewählte Futter nicht. Vielleicht servierst du das Futter frisch aus dem Kühlschrank und somit zu kalt für den empfindlichen Hundemagen. Verwöhnst du deinen Liebling neben den normalen Fütterungen auch viel mit Snacks? Dann könnte es sein, dass er einfach schon satt von den Leckereien ist. 

Dein Vierbeiner ist schon etwas älter und frisst nach und nach weniger? Es kann sein, dass sich durch weniger Bewegung und körperliche Aktivität der Energiebedarf deines Hundes geändert hat und er deswegen nicht mehr so viel frisst.

Oder deine Fellnase zählt einfach zu den wählerischen Feinschmeckern. Heute schmeckt das eine Futter, morgen wird es komplett verweigert, eine andere Sorte aber wieder mit Genuss verschlungen. Leider sind wir als Besitzer*innen manchmal an diesem Verhalten nicht ganz unschuldig. Unsere Vierbeiner sind schlauer, als wir denken. Wenn sie merken, dass bei Futterverweigerung schnell etwas Besseres folgt, werden sie gewissermaßen dazu erzogen, auf das bessere Futter zu warten

Was kannst du tun, um die Futteraufnahme deines Lieblings zu verbessern?

Füttere das Futter nicht ganz kalt aus dem Kühlschrank, sondern lass es ein bisschen warm werden. Du kannst es auch mit ein bisschen warmen Wasser mischen. Das macht das Nassfutter schmackhafter und viele Hunde mögen es so lieber. Wenn dein Liebling das Futter nicht gleich frisst, biete ihm nicht sofort ein anderes Futter an. So erziehst du ihn zur Mäkeligkeit. Achte zudem darauf, nicht zu viele Snacks am Tag zu geben und beachte die Menge beim Füttern. 

Du kennst deinen Liebling am besten. Somit kannst du auch am besten einschätzen, ob dein Vierbeiner das Futter gerade aus Stress verschmäht, einfach mäkelig ist oder es deinem Hund gerade nicht gut geht. Generell gilt: Lieber einmal zu viel zur Tierärztin oder zum Tierarzt gehen, als einmal zu wenig!

Kleiner Tipp: Steigere den Appetit mit unserem →Vitamin Booster oder →leckerem Lachsöl

Picture Rebecca
Mag.med.vet. Rebecca Winkelmann, Tierärztin bei Pets Deli
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