Deiner Katze Tricks beibringen - mit und ohne Clicker

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Wusstest du, dass deine Katze ganz schön schlau ist und so allerhand lernen kann? Das macht nicht nur Spaß, es ist auch eine willkommene Beschäftigung für jeden Stubentiger. Dabei hast du mehrere Möglichkeiten, Katzen Tricks beizubringen.

23.02.2022

Deiner Katze Tricks beibringen - mit und ohne Clicker

Du hast so richtig Lust, deiner Katze coole Tricks beizubringen und tolle Übungen zu machen? Dann mach dich jetzt schlau, wie du da am besten vorgehst!

Katze trainieren mit Clicker

Ein sogenannter Marker kann die Kommunikation zwischen Tier und Mensch vereinfachen. Viele Katzentrainer:innen verwenden dazu einen Clicker. Ein Clicker ist ein kleines Gerät, das auf Knopfdruck ein Klickgeräusch macht. Richtig aufgebaut ist er für deinen Vierbeiner eine positive Bestärkung, etwas zu tun.

So baust du den Clicker auf - 5 Schritte

Natürlich reagiert deine Katze nicht sofort auf den Clicker. Du baust ihn auf, indem du immer dann klickst, wenn deine Katze das erwünschte Verhalten zeigt und anschließend noch eine weitere Belohnung folgt, beispielsweise ein Futterstückchen. So wird der Clicker positiv verknüpft. Wiederholst du das regelmäßig, reicht es irgendwann aus, wenn du nur noch klickst.

  1. Deine Katze zeigt das gewünschte Verhalten

  2. Sofort klickern

  3. Weitere Belohnung hinterher, beispielsweise ein Futterstückchen

  4. Wiederholen, wiederholen, wiederholen

  5. Zusätzliche Belohnung weglassen, nur noch klicken

Nach 10 Clickereinheiten solltet ihr eine kleine Pause einlegen.

Katzentraining ohne Clicker

Hast du keinen Clicker zur Hand, kannst du deine Samtpfote natürlich auch anders trainieren. Statt eines Clickers kannst du einfach ein sogenanntes Markerwort verwenden. Es sollte kurz und prägnant sein, wie "Yes" oder "Top". Das Markerwort baust du genauso wie den Clicker auf: Immer dann, wenn dein Vierbeiner das erwünschte Verhalten zeigt, sagst du das Markerwort und schiebst direkt noch eine Belohnung nach. So lange, bis du nur noch das Markerwort benutzen musst.

Alternativ dazu kannst du auch versuchen, komplett ohne Marker zu arbeiten. Je nachdem wie motiviert deine Katze ist und wie viel Spaß sie am Training hat, reicht auch einfach eine verbale Belohnung, ein Streicheln oder Futterstück.

Wie bringe ich meiner Katze Tricks bei?

Egal ob mit oder ohne Clicker - möchtest du deiner Samtpfote Tricks beibringen, ist es wichtig, dass sie versteht, dass auf eine bestimmte Handlung eine Belohnung erfolgt. Das heißt, du musst ihr beibringen, dass sie sich durch beispielsweise einen Trick ein Stück Futter erarbeiten kann.

Der Anfang…

Am besten beginnst mit dem sogenannten Fingertouch. Dabei lernt deine Katze mit ihrer Nase deinen Finger zu berühren. Alternativ dazu gibt es auch einen sogenannten Targetstick, den sie berühren kann. Das ist ein extra fürs Katzentraining entwickeltes Hilfsmittel, welches aus einem ausziehbaren Stab mit einem Ball an der Spitze besteht. Auf diese Grundübung aufbauend kannst du deinem Vierbeiner später weitere Übungen und Tricks beibringen, wie beispielsweise Männchen.

  1. Setze deine Katze etwas erhöht hin, beispielsweise auf einen Stuhl.

  2. Halte ihr deinen Finger oder den Targetstick direkt vor die Nase.

  3. Bei der ersten Reaktion zum Finger hin sofort klicken oder Markerwort sagen und/oder die Katze mit einem Leckerchen belohnen. Es reicht anfangs schon aus, wenn sie den Finger noch gar nicht berührt, sondern nur daran schnuppert.

  4. Wiederholen, wiederholen, wiederholen

Halte die Trainingseinheiten am Anfang etwas kürzer und legt nach spätestens 10 Wiederholungen eine Pause ein.

Darauf aufbauend…

Nun soll deine Katze selbst aktiv werden. Das heißt, sind Fingertouch oder Targetstick aufgebaut, wird es etwas schwieriger.

  1. Halte nun den Finger/Targetstick etwas weiter links oder rechts, oben oder unten von deiner Katze entfernt.

  2. Berührt die Katze den Finger/Stick, sofort wieder klicken und/oder belohnen.

  3. Wiederholen, wiederholen, wiederholen

  4. Ziel ist, dass sie den Finger/Stick in unterschiedlichen Positionen zuverlässig berührt, ohne sich dabei groß bewegen zu müssen.

Wichtig! Hilf deiner Katze nicht! Häufig möchte man seiner Katze ein bisschen auf die Sprünge helfen, indem man mit der anderen Hand zeigt, was sie tun soll oder ein bisschen mit dem Finger bzw. Targetstick wackelt. Aber deine Katze soll ja selbst auf die Idee kommen, welches Verhalten zur Belohnung führt. Indem du ihr hilfst, nimmst du ihr diese Aufgabe ab. Kommt deine Katze einfach nicht darauf, was sie machen soll, geh noch mal einen Schritt zurück. Die Aufgabe sollte immer so gewählt werden, dass sie eine realistische Chance hat, erfolgreich zu sein.

Klappt das gut, seid ihr bereit für richtige Tricks und Übungen.

Hilfe, meine Katze läuft beim Training weg

Du hast das Gefühl, deine Samtpfote hat nicht so richtig Lust auf coole Tricks, weil sie immer wegläuft? Das muss nicht unbedingt sein. Tatsächlich hat die Tageszeit einen Einfluss auf euren Trainingserfolg. So trainieren manche Vierbeiner lieber morgens, andere abends. Probiere einfach mal verschiedenen Uhrzeiten aus.

Ein weiterer Grund kann sein, dass die gewählte Belohnung nicht toll genug ist. Katzen sind ziemlich wählerisch und machen Männchen nicht für jeden Snack. Wird die Belohnung nicht als gut genug empfunden, machen Katzen keine Pfote krumm. Kleiner Tipp: Besonders beliebt sind unsere leckeren →Creme Snacks bei Katzen.

Was natürlich auch sein kann, ist, dass eure Trainingseinheit ganz einfach zu lang war. Wenn deine Mietz also anfangs noch gut mitgemacht hat und dann einfach das Handtuch wirft, nimm es ihr nicht übel. Beim nächsten Mal ist sie sicher wieder dabei.

Undine Tackmann
Undine Tackmann
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